Wir kennen sie alle. Egal ob von den Schaufenstern der Shoppingzentren, aus Zeitschriften oder Fernsehprogrammen – Modetrends begleiten uns ein Leben lang. Kaum einer kann sich ihnen entziehen und viele halten sich ganz bewusst an die Vorgaben der Modewelt. Wie entstehen aber solche Stilrichtungen und wieso gibt es so viele davon?

Zu jeder neuen Jahreszeit gibt es auch immer neue Fashiontrends, die die Modehäuser füllen. Allerdings können wir diese bereits vorher in Katalogen einsehen. Die Trends kommen also nicht einfach aus dem Nichts und unterliegen immer einem stetigen Wandel. Was in den 70er, 80er und 90er Jahren angesagt war, wird schnell wieder zum Mode-Fauxpas, um anschlieflend wieder total in zu sein. Was passiert also genau, bevor ein Trend zum Trend wird?

Die Tricks der Modemacher

Modekonzerne beginnen immer mit einer fundierten Recherche, die über ein Jahr vor der nächsten Auflage eines wegweisenden Modekataloges stattfindet. Dazu werden zahlreiche Einkäufer beauftragt, die herausfinden, welche neuen Stile, Farbkombinationen und interessante Schnitte es auf dem internationalen Modemarkt gibt. Auflerdem besuchen sie Modemessen und Modeschauen. Anschlieflend werden die Ergebnisse von den Trend-Scouts zusammengefasst und als eine Art Übersicht verpackt. Entscheidend für die Bilanz ist die Zielgruppe. Je nach Altersgruppe und Geschlecht müssen sich die Modeexperten auf unterschiedliche Weisen und in unterschiedlichen Gebieten informieren. Junge Personen orientieren sich bei der Kleiderwahl zum Beispiel oft an Personen aus Film und Fernsehen. Kleidungsstücke von Stars können sich deswegen schnell zum weltbekannten Trend entwickeln. Trend-Scouts, die für junge Mode verantwortlich sind, müssen deshalb stets mit der aktuellen Popkultur gehen. Die ältere Generation hat dagegen ganz andere Stilikonen.

Der Einfluss der Gesellschaft

Abgesehen von den Modedesignern gibt es natürlich auch andere Trendsetter. So sind oft Minderheiten, Subkulturen und Milieus für den Stil ganzer Generationen verantwortlich. Dieser wird zuerst von wenigen Einzelpersonen getragen, bevor er massenkompatibler Mainstream wird. In den 90er Jahren war dieses Phänomen in der Grunge-Szene zu beobachten. Alte Sportschule, zerrissene Jeans und derbe Holzfällerhemden wurden auf einmal zum alltäglichen Erscheinungsbild unzähliger Jugendlicher, nachdem sie mit der Musik in Berührung kamen. Deshalb sehen sich Fashion-Scouts auch immer an, was auf den Straflen von Großstädten passiert, um eine Inspirationsquelle zu finden. Auf diese Weise kam ein Trend zurück, der bereits veraltet schien: Leichte Babydolls und auffällige Schuhe wie zum Beispiel Hunter Gummistiefel – trocken & stylisch war dieser Stil allemal. Nachdem sich die Modeschöpfer genau umgesehen haben, werden die verschiedenen Materialien, Schnitte und Farbgestaltungen zusammengetragen und kombiniert.

Die wichtigsten Entwicklungen

Inzwischen gab es so viele Veränderungen in der Modewelt, dass man kaum noch mitkommt. Die Wichtigsten haben wir zusammengefasst.

  • In den 70er Jahren waren Hosen mit einem weiten Schlag angesagt. In den 80ern verschwand der Trend, bevor er in den 90er wieder aktuell wurde und anschlieflend out wurde. Genau wie in den 80er Jahren sind zurzeit eher Röhrenjeans angesagt.
  • In den 1950er Jahren waren Hosen an Frauen noch verpönt. Stattdessen trug man Petticoats oder Bleistiftröcke. Heute ist das Beinkleid ein Evergreen in der Damenwelt.
  • Ein Trend, der fast ganz verschwunden ist, sind Hüte. Während sie früher zur Kleidung jedes Herrn gehörten, sind sie heute kaum noch anzutreffen. Dafür gewann die Baseballkappe bei jungen Leuten an Bedeutung.

(Bild: Rob Melnychuk, Digital Vision, Thinkstock)

 

2 Meinungen

 

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