Ob man es glauben mag oder nicht – originale Filmplakate sind eine gute Geldanlage. Schließlich zahlen Sammler dafür hohe Summen. Aber auch neue Designs werden immer beliebter bei den Cineasten der Welt.

Originalfilmplakate als kostspielige Sammlerstücke

Erst kürzlich wurden in Paris 360 Plakate aus rund 120 Jahren Filmgeschichte bei einer Auktion versteigert. Dabei waren Kaufpreise von bis zu 18.000 Euro für ein Plakat des Films „Die Unmenschliche“ des französischen Regisseurs Marcel L’Herbier aus dem Jahr 1924 nicht überraschend. Das Poster zum Dennis-Hopper-Kultstreifen „Easy Rider“ aus dem Jahr 1969 kostete hingegen zwischen 50 und 70 Euro. Und so wechselten die Poster zu den Klassikern für viel Geld den Besitzer. Kein Wunder, schließlich sind sie Kunstgegenstände und historische Relikte zugleich. Filmplakate gibt es seit etwa 1900 – damals wurden sie von Künstlern oder Zeichnern angefertigt. Häufig waren darauf prägnante Szenen des Films in Farbe zu sehen – obwohl der Farbfilm noch gar nicht existierte. Somit sind Filmplakate eine hervorragende Möglichkeit, Erinnerungen an die großen Filme der Vergangenheit zu konservieren. Doch nicht nur für Cineasten sind Filmplakate eine gute Investition – sie sind zu einer Geldanlage für jedermann geworden. Plakate von populären Filmen wie „Frühstück bei Tiffany“, den frühen James-Bond-Filmen oder dem Science-Ficton-Klassiker „Star Wars“ sind den Besitzern Tausende Euro wert. Den Weltrekord hält allerdings das deutsche Originalplakat des Science-Fiction-Klassikers „Metropolis“ von 1927. Dafür legte ein privater Sammler 690.000 Dollar auf den Tisch.

Die neue Generation der Postersammler

Durch die Erfindung des Internets ist ein weiterer, neuer Kult um Filmplakate entstanden. Auf Seiten wie http://www.posterjack.com/ kann man sich inzwischen jedes beliebige Motiv ausdrucken und nach Hause liefern lassen. Und so kommt es, dass junge Filmfreaks eigene Poster entwerfen und sie dann ins Netz stellen. Ein Beispiel hierfür ist die Plattform MinimalMoviePosters. Hier können Künstler und Fans ihre Werke ausstellen und zum Download anbieten. Die Regeln des Blogs sich simpel: Es geht darum, ein Filmplakat mit möglichst wenigen Elementen zu gestalten. Diese sollten aber dermaßen prägnant oder gesellschaftlich konstituiert sein, dass der Film sofort erkennbar ist. Bei jeder Neuerscheinung im Kino werden nach diesem Prinzip zahlreiche Arbeiten eingereicht, sodass User unter anderem auch ihren Favoriten wählen können. Anschließend kann man direkt mit dem Künstler Kontakt aufnehmen. Auf solchen Seiten findet man sowohl Bilder von Profis, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, als auch von Amateuren, die das Zeichnen lediglich als Hobby betrachten. Natürlich kann man auch selbst sein Glück versuchen und eigene Werke einreichen. (Bild: Medioimages/Photodisc/Thinkstock)

 

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