Was versteht man eigentlich unter… „Haute Couture“

CoutureDer Begriff geht auf Charles Frederick Worth (1825–1895) zurück, der als erster in Paris ein Modehaus („maison couture“) gründete und Kleidung unter seinem Namen als Marke verkaufte – dadurch wurden bestimmte Stile zum ersten Mal mit den Namen der Modeschöpfer verknüpft. Worth war auch der erste, der seine Mode von Mannequins präsentieren ließ. Die alltägliche Mode wurde durch die Haute Couture von Worth, und später von seinem ehemaligen Assistenten Paul Poiret, beeinflusst.

Es folgten u.a. Patou, Jeanne Lanvin, Coco Chanel, Schiaparelli, Balenciaga und Christian Dior. Viele der Haute Couture-Häuser fingen in den 20er Jahre an, auch exklusive Parfums zu entwickeln, von denen einige noch heute erhältlich sind, zum Beispiel No.5 von Chanel (1921), Amour Amour von Patou (1925) oder Arpège von Lanvin (1927).

Heute wird Modedesign grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt: Haute Couture und Prêt-à-porter. Haute-Couture-Kollektionen sind maßgeschneidert und werden für eine wohlhabende Klientel exklusiv auf Maß und meist als Einzelstück angefertigt. Ein offizielles „Haute-Couture-Haus“ muss zur Vereinigung für Haute Couture, dem Chambre Syndicale de la Haute Couture, gehören.

Es gibt drei Kriterien, die erfüllt werden müssen, um als Haute Couture-Haus zu gelten: Das Modelabel muss mindestens 25 Beschäftigte haben, die Mode muss mindestens zweimal jährlich in Paris präsentiert werden, und dabei müssen mindestens 35 verschiedene Modelle gezeigt werden. Ein Label müssen sich jedes Jahr neu für die Aufnahme in die Chambre Syndicale de la Haute Couture bewerben.

Zurzeit gibt es nur folgende Modelabels, die im Chambre Syndicale de la Haute Couture vertreten sind
(Aktuelle Couturiers):

  • Adeline André
  • Anne Valérie Hash
  • Armani Privé
  • Chanel
  • Christian Dior
  • Christian Lacroix
  • Dominique Sirop
  • Elie Saab
  • Emanuel Ungaro
  • Franck Sorbier
  • Givenchy
  • Jean-Paul Gaultier
  • Martin Margiela
  • Maurizio Galante
  • Valentino

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    2 Kommentare
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    1. Die Aufzählung oben stimmt leider nicht ganz. Denn es gibt nur wenige echte Mitglieder, die meisten sind eingeladene Gäste oder assoziierte Mitglieder. Martin Margiela macht streng genommen auch nur eine Luxus-Prêt-à-Porter und keine Haute Couture. Um die genaue Aufteilung zu kennen, schaut man am besten auf http://www.modeaparis.com.

    2. Danke Barbara, auch wir haben im Zuge unserer Recherche sehr verschiedene Aussagen gelesen. Gerade bei den Mitgliedskriterien gibt es echt sehr viele verschiedene Informationen.

      Können wir uns auf folgende Sprachregelung einigen: “Aktuelle Couturiers”

      Trotzdem vielen Dank für Deinen Rat!




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