Der Titel “Pro Forma” – um der Form willen – drückt die Autonomie der einzelnen Elemente aus. Ihre Form ist dabei weder funktional bedingt, noch ist sie dekorativ. Die einzelnen Strukturen grenzen sich vom Körper ab, nutzen sie ihn, um sich gegen diesen abzusetzen und zu definieren. Der Titel selbst ist ein “Pro Forma”, das den einzelnen Stücken einen verbalen Rahmen gibt.

Vladimir Karaleev (*1981) wuchs in Sofia, Bulgarien auf. Mit neunzehn Jahren zog er nach Berlin, wo er Bekleidungsgestaltung an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) studierte. Im Jahr 2005 gründete er sein Modelabel, für das er im darauffolgenden Jahr seine konzeptuelle Debütkollektion „CUT 210“ präsentierte. Mit „Pro Forma“ F/W 2010/11 zeigt er seine neunte Kollektion.

Zeitgenössische Kunst hat einen starken Einfluss auf Vladimir Karaleev. Neue Formen und experimentelle Schnitte stehen im Mittelpunkt des Schaffens des bulgarischen Designers Vladimir Karaleev, der außergewöhnliche Frauen- und Herrenmode kreiert. Der kreative Umgang mit Materialien steht bei ihm im Zusammenhang mit der konzeptionellen Gestaltung. Karaleev lehnt traditionelle Schnitte ab und schafft stattdessen innovative Silhouetten, die stark durch Geometrie und Strukturen geprägt sind. Die enge Verbundenheit zur Kunst-Szene drückt sich nicht nur in dem konzeptionellen Ansatz, sondern auch in der Art der Präsentation seiner Mode aus. Seit 2010 ist Vladimir Karaleev Gastdozent an der „Mediadesign Hochschule“ in Berlin. (Bilder: VLADIMIR KARALEEV)

 

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