Während im Mercedes Benz Fashion Week Zelt am Bebelplatz die Shows wie immer bis ins kleinste Detail durchgeplant vonstatten gingen, konnten die geladenen Gäste der ersten .HBC Couture: Designer Scouts Avantgarde-Modenschau die neue Kollektion „Jessica Nussbaum“ hautnah und in ungezwungener Atmosphäre miterleben: starstyling regierten mit einer religiös anmutenden Show den Laufsteg der .HBC Couture: Designer Scouts.

Sphärische Klänge, orientalische Sitarmusik und eine sanfte Stimme aus dem Off, die in deutsch, französisch und japanisch die verworrene Gedankenwelt der Kollektionshauptfigur „Jessica Nussbaum“ zitierte, zauberte eine existenzialistische Traumwelt als Setting für die Show.

Die allesamt hinter durchsichtigen Masken verborgenen, weiblichen Models, teilweise mit überzogen dargestellten Mündern, Augenbrauen oder Oberlippenbärten, kamen im ätherischen Madonnenlook oder wie mittelalterliche Knappen daher. Männliche Models wirkten wie Gladiatoren, ausgerüstet mit ihrem persönlichen, tragbaren Schutzschild gegen das Böse in der Welt, die Gesichter ebenfalls maskiert.

Regen? Nein, denn Kopfbedeckungen trägt man bei starstyling in der nächsten Saison aus Stilgründen: Das Hauptgestaltungsmerkmal der Kollektion – eng anliegende Kapuzen im Taucher-Look, die über den Kopf gezogen nur einen kleinen Teil des Gesichts frei ließen – gaben den Looks durch ihre unberechenbare Form Dynamik.

Im Gegensatz zu den kunterbunten Frühjahr-/Sommerstyles hält sich „Jessica Nussbaum“ dezent zurück. Neben viel Schwarz und ein wenig Weiß bestimmen entrückt wirkende, warme Farbtöne wie Waldgrün, Aubergine, Dunkelbraun und Fuchsia das Bild der neuen AW 2010 Kollektion.

Die 70-teilige Kollektion setzt sich zusammen aus reduziert gehaltenen Basic-Teilen wie Hoodies, T-Shirts, Bermudas und langen Hosen, die unisex funktionieren, sowie Sweatern und Kleidern aus weichem Jersey mit Wollanteil, die von kleinen, aber gewohnt eigensinnigen Details leben, wie zerlegte, farbige Klebeplättchen-Raster aus denen in liebevoller Handarbeit ornamentale Muster neu zusammengesetzt wurden. Auch auf Taschen und an lose zusammengebundenen Ketten und Armbändern aus Bast finden sich die Klebeplättchen-Ornamente wieder.

Kombiniert wird die Basic-Linie mit Lingerie-Styles aus gewaschener Seide mit zarten Raffungen. Offene Säume, im schrägen Fadenlauf geschnitten, lassen die mädchenhaften Teile gewohnt lässig wirken. Oversized- und Raglanschnitte in kuscheliger Strukturwolle durchbrechen den zarten Dessous-Look.

Weitere Designs der Kollektion kommen in Teer-Optik und gelochtem PU (Polyurethan) daher. Die Oberfläche der ausnahmslos schwarzen Röcke und Hosen mit hochsitzendem Bund sowie Parkas und Taschen aus beschichtetem Webpelz erscheinen brüchig, die dünnen PU-Kleidchen und Mäntel hingegen sind glänzend und durchsichtig.

Vervollständigt wird der starstyling-Look der Herbst-/Winterkollektion 2010/2011 durch robuste Hüttenschuhe und zarte Ballerinas, kombiniert mit dicken Wollsocken, stofflich und farblich in den gleichen Materialien gehalten wie die komplette Winter-Kollektion.

Die Kollektion wird ab September 2010 in ausgewählten Trend-Shops international erhältlich sein. Preislich bewegen sich die Teile zwischen 60 Euro für die mit Ornamenten bedruckten Shirts und Hoodies bis 700 Euro für einen aufwendigen Parka in beschichtetem Teddystoff oder Wrapped Wool. (Bilder: Starstyling)

 

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