ODEEH Nr. 4 ist ein Resümee dessen, was uns in den letzten Wochen und Monaten visuell inspiriert und gedanklich begleitet hat. Eine Ausstellung von Walton Ford in der Albertina/Wien, abstrakte 70er-Jahr-Grafiken, Atelierbilder aus dem Studio Mila Schön in den 60ern, immer wieder die Wiener Werkstätte, Drapagen, die Formenwelt Brancusis und Noguchi, interpretiert mit der Softness unseres Lieblingsmaterials.

Aber auch die skulpturale Präzision von Nylon, Cashmere in seiner Weichheit und einzigartigen Farbbrillanz und nicht zuletzt die grobe Sinnlichkeit von Handstrick. ODEEH ist immer Atelierarbeit. Präzise und fokussiert. Weniger auf Dekor, als auf Silhouetten. Soft tailoring, zeitgemäß in der Reduktion. Gefertigt bei den besten Spezialisten. Immer entspannt, aber dennoch ‚bestdressed‘ zu sein, dafür wollen wir stehen. Über den Look aber nicht den Blick für das einzelne Teil verlieren.

ODEEH zeigt spannende Möglichkeiten für neues layering. Volumen und Hüllen kontrastieren schmale, körpernahe Linien. Gerundete Formen bekommen durch scharfe Knicke und Abnäher-Details eine neue Silhouette. Schmale Tulpenformen bei Röcken, üppige Bundfalten an superschmalen Hosen, getragen mit aufwendig drapierten Tops. Klare, präzise Schultern an Blazern und Jacken, dagegen gesetzt großzügige Weite bei Oberteilen und Röcken.

Gemäß den scherenschnittartigen Silhouetten zeigen wir winterdarks: nachtblau, grafit, dark forest, indigo und greige. Farbe kommt über Tücher und Cashmerestrick in leuchtenden Tönen: bright olive, burnt orange, schiaparelli pink, königsblau. Grafische Degradé-Drucke auf lana elastica, blow-up Blumenmotive wie feine Radierungen. Historische Kupferstiche in Collage mit Wallpaperdessins aus den Siebzigern. Leitmotiv ist immer das Unerwartete und das neue Zusammenfügen all dieser Elemente. Vielseitig und eklektischer denn je. (Bilder: ODEEH)

 

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