AUGUSTIN TEBOUL LITTLE RED HEADDas deutsch-französische Newcomer-Label AUGUSTIN TEBOUL mit seiner Show Installation zur Herbst-/Winterkollektion 2011/2012 „LITTLE RED HEAD“ im Soho House eine avantgardistische Premiere. Am 19. Januar präsentierte das Designer-Duo sich erstmalig im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week in Deutschland.

In zwölf Aufzügen zeigten AUGUSTIN TEBOUL ihre ganz eigene, düster-romantische und zugleich raue und entrückte Version des Grimmschen Märchen-Klassikers. Präsentiert als neunminütige Performance und untermalt durch die sphärischen Klänge des Stückes „Little Red Head“ des französischen Musiker-Duos Ambroise Prieur und Sébastien Roger, interpretierten die entrückt und unantastbar wirkenden Models die von Pauline Dupak vorgetragene Geschichte des Rotkäppchens neu.

Anmutig und lasziv setzten die zwölf Models die neue Kollektion des Designer-Duos Stück für Stück in Szene, gaben unschuldig den Blick frei auf Verzierungen und Details und spielten mit den Blicken der Zuschauer. In einer leblos scheinenden Welt wirkt die Verspieltheit der Kreationen als einzig Lebendiges. Die aufgetürmten roten Haar-Kreation und das weiße, maskenhafte Gesicht der Models mit blutrot geschminkten Lippen, von Lisa Zeitler atmosphärisch umgesetzt, unterstrichen die Szenerie und lenkten den Blick auf die rein schwarzen Kleider und Accessoires von AUGUSTIN TEBOUL: Enganliegende Kleider, Röcke und Hosen, gestrickt, gehäkelt, eine derbe Lederjacke mit Nieten, begegnen delikaten Stickereien, die Beine in Strümpfen wie gesponnenes Pech, eine Verwandlung des naiven Mädchens von der Verführten in die Verführende – eine Geschichte voll tragischen Humors, die AUGUSTIN TEBOUL ihren Gästen erzählen wollen.

Die luxuriösen, rein schwarzen Kleider und Accessoires von AUGUSTIN TEBOUL sind eine Hommage an die Weiblichkeit und zugleich ein Spiel mit Formen und Mustern: Sinnliche Transparenz trifft auf gestrickte oder gehäkelte Details, Leder auf filigrane Muster, die teils verdecken, teils enthüllen sollen – eine Mischung aus Hell-Dunkel-Kontrasten umspielt den weiblichen Körper und setzt ihn gekonnt in Szene. Inspiriert vom Surrealismus lassen die Designerinnen dabei dem Zufall im Gestaltungsprozess seinen Raum, bestehen aber auf tadellose Verarbeitung und hochwertige Materialien und machen durch ihr einzigartiges Textildesign die unendlichen Nuancen und Tiefen der Farbe Schwarz sichtbar.

Im Februar ist die Kollektion auf der New Yorker Modemesse The Train und im März im Showroom Analuiza in Paris zu sehen. (Bild: Marcel Kamps)

 

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